Eine eigene Reise-App bauen oder sich für eine spezialisierte SaaS-Lösung entscheiden?
Jolien | Travelia
4min. Lesezeit

Immer mehr Reiseveranstalter möchten ihre Kunden vor und während der Reise besser begleiten. Nicht mit herkömmlichen PDFs, langen E-Mails oder ausgedruckten Reiseunterlagen, sondern mit allen wichtigen Informationen übersichtlich an einem Ort.
Eine eigene Reise-App scheint da der logische Schritt zu sein.
Der Reisende hat seine Reisedokumente, Fluginformationen, Voucher, Tipps und Kontaktdaten immer griffbereit. Der Reiseveranstalter stärkt seine Marke, bietet zusätzlichen Service und bleibt auch während der Reise sichtbar. Das klingt attraktiv. Und das ist es auch.
Doch dann stellt sich schnell die nächste Frage: Lässt man selbst eine App entwickeln oder entscheidet man sich für eine spezialisierte SaaS-Lösung?
Beide Entscheidungen können sinnvoll sein. Dennoch wird der Aufwand, eine eigene App zu entwickeln, oft unterschätzt. Denn eine App ist kein einmaliges Projekt, das abgeschlossen ist, sobald es im App-Store steht. Eigentlich fängt es dann erst richtig an.
Eine eigene Reise-App entwickeln: maximale Freiheit, aber auch viel Verantwortung
Eine App komplett selbst entwickeln zu lassen, bietet viel Freiheit. Sie bestimmen selbst, wie die App aussieht, welche Funktionen sie enthält und wie alles technisch eingerichtet wird.
Für große Unternehmen mit einer eigenen IT-Abteilung kann das eine bewusste Entscheidung sein. Vor allem dann, wenn es sehr spezifische Prozesse gibt, die komplett individuell entwickelt werden müssen.
Maßarbeit bedeutet aber auch Verantwortung. Nicht nur während der Entwicklungsphase, sondern vor allem danach. Eine App muss auf verschiedenen Smartphones, Tablets und Betriebssystemen reibungslos funktionieren. Updates von iOS und Android, neue Smartphone-Modelle, Sicherheitsanforderungen und Änderungen der App-Store-Richtlinien erfordern regelmäßige Aufmerksamkeit.
Und dabei haben wir noch nicht einmal über die Anbindung an Buchungssysteme, das Testen neuer Funktionen, den Support bei Fehlern (Bugs) und die Weiterentwicklung der App basierend auf Kundenwünschen gesprochen.
Mit anderen Worten: Eine Reise-App zu bauen ist kein kleines Nebenprojekt. Es ist ein fortlaufendes technisches Produkt.
Die versteckten Kosten von Individualentwicklungen
Beim Bau einer App wird oft zuerst auf die Entwicklungskosten geschaut. Was kostet die Erstellung der App? Wie lange dauert es, bis sie live geht? Welche Funktionen sind enthalten?
Die tatsächlichen Kosten liegen jedoch meist in allem, was danach kommt.
Denken Sie an technische Wartung, Hosting, Sicherheitsupdates, neue Funktionalitäten, Fehlerbehebungen und die Anpassung von Schnittstellen. Zudem muss die App regelmäßig auf verschiedenen Geräten getestet werden. Was heute einwandfrei funktioniert, kann nach einem Update des Betriebssystems plötzlich Aufmerksamkeit erfordern.
Für einen Reiseveranstalter ist das meist nicht der sinnvollste Bereich, um Zeit, Geld und Energie zu investieren. Die Stärke eines Reiseunternehmens liegt in der Regel nicht in der App-Entwicklung, sondern im Zusammenstellen schöner Reisen, dem Inspirieren von Kunden und dem Bieten eines persönlichen Services.
Eine App soll dabei unterstützen und nicht zu einem zusätzlichen IT-Abenteuer mit unvorhergesehenen Überraschungen führen.
Was ist eine spezialisierte SaaS-Reise-App?
SaaS steht für Software as a Service. Einfach ausgedrückt: Sie nutzen eine bestehende Software, die von einem spezialisierten Anbieter entwickelt, gewartet und kontinuierlich verbessert wird.
Für eine Reise-App bedeutet dies, dass Sie nicht bei null anfangen müssen. Sie nutzen eine bewährte App-Umgebung, die bereits speziell für die Reisebranche entwickelt wurde. Das Fundament steht. Die Technik ist erprobt. Die wichtigsten Funktionen sind vorhanden. Anschließend wird die App für Ihr Unternehmen eingerichtet.
Bei einer White-Label-Lösung erhält die App das Erscheinungsbild Ihrer eigenen Marke. Denken Sie an Ihr eigenes Logo, Ihre Farben, Ihren Namen und Ihre Inhalte. Für den Reisenden fühlt es sich also an wie Ihre eigene App, während Sie im Hintergrund eine spezialisierte Plattform nutzen.
Das ist besonders interessant für Reiseveranstalter, die zwar die Vorteile einer eigenen App nutzen möchten, aber die Komplexität eines kompletten Eigenentwicklungsprojekts scheuen.
Die Vorteile einer spezialisierten Reise-App
Eine spezialisierte SaaS-Lösung bietet vor allem Schnelligkeit, Sicherheit und Komfort.
Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Die App ist bereits für die Reisewelt entwickelt und enthält Funktionen, die genau auf Reiseveranstalter zugeschnitten sind. Denken Sie an einen übersichtlichen Reiseplan mit einzelnen Segmenten, Reisedokumenten, Vouchern, Tipps zur Destination, Kontaktinformationen, Push-Nachrichten und Möglichkeiten, zusätzliche Serviceleistungen anzubieten.
Auch die Anbindung an Buchungssysteme ist entscheidend. Denn eine App ist erst dann wirklich wertvoll, wenn die richtigen Reiseinformationen automatisch an der richtigen Stelle landen. Wenn Mitarbeiter alles manuell eingeben müssen, entsteht zusätzlicher Aufwand. Und Mehraufwand ist meist genau das, was man vermeiden möchte.
Eine gute Reise-App soll schließlich entlasten – sowohl den Reisenden als auch das Unternehmen.
Zudem profitieren Sie bei einer SaaS-Lösung von kontinuierlichen Verbesserungen. Neue Funktionen, technische Updates und Wartungsarbeiten werden zentral gesteuert. Dadurch bleibt die App immer auf dem neuesten Stand, ohne dass Sie sich selbst ständig um die technische Hintergrundarbeit kümmern müssen.
Ihre eigene Marke bleibt sichtbar
Eine häufig geäußerte Sorge bei SaaS-Lösungen ist, dass sich die App vielleicht nicht individuell genug anfühlt. Bei einer guten White-Label-Reise-App ist jedoch das Gegenteil der Fall.
Die App wird im Corporate Design Ihres Unternehmens gestaltet. Ihre Marke ist in der App, in der Kommunikation und optional sogar als eigene App in den App-Stores (White-Label) sichtbar. So bleibt Ihr Unternehmen für den Reisenden absolut wiedererkennbar.
Das ist Gold wert. Denn während der Reise schaut Ihr Kunde mehrfach auf sein Smartphone. Vor dem Abflug, um die Reisedetails zu prüfen, unterwegs für Dokumente oder Wegbeschreibungen und vor Ort für Insider-Tipps und praktische Informationen.
Jedes Mal, wenn der Reisende die App öffnet, ist Ihre Marke präsent. Nicht aufdringlich, aber genau in dem Moment, in dem der Kunde sich mit seiner Reise beschäftigt.
Mehr als nur digitale Reisedokumente
Eine moderne Reise-App ist längst mehr als nur eine digitale Dokumentenmappe. Natürlich sind Voucher, Tickets und praktische Daten wichtig. Aber der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn die App den Reisenden aktiv unterstützt.
Denken Sie an inspirierende Tipps in der Umgebung, Benachrichtigungen im richtigen Moment, Informationen über das Reiseziel, Kontaktmöglichkeiten zum Reiseveranstalter und zusätzliche Services, die direkt aus der App heraus gebucht werden können.
Der Virtuelle Assistent spielt hierbei eine wichtige Rolle. Reisende können während ihres Urlaubs ganz einfach Fragen zu ihrem Reiseprogramm, dem Reiseziel, Aktivitäten, Restaurants, Transfers oder praktischen Angelegenheiten stellen. So erhalten sie jederzeit schnell eine Antwort, ohne dass der Reiseveranstalter sofort Mehraufwand hat.
Zudem kann das exklusive Wissen Ihrer Mitarbeiter integriert werden. Zum Beispiel Lieblingsrestaurants, besondere Aussichtspunkte, nützliche Reisetipps oder häufig gestellte Fragen (FAQs). So wird Wissen, das sonst in den Köpfen, in einzelnen Dokumenten oder E-Mails schlummert, digital für alle Reisenden zugänglich.
Das macht die App persönlicher – und smarter.
Wann entscheidet man sich für die Eigenentwicklung?
Eine Reise-App selbst zu entwickeln, kann eine gute Wahl sein, wenn Ihr Unternehmen über hohe IT-Kapazitäten im eigenen Haus verfügt. Zum Beispiel, wenn Sie ein eigenes Entwicklerteam haben, ein großes Budget zur Verfügung steht und die App-Entwicklung ein strategischer Kernbereich Ihrer Geschäftsführung ist.
Auch wenn Ihre internen Prozesse so speziell sind, dass keine bestehende Softwarelösung diese abbilden kann, kann eine maßgeschneiderte Eigenentwicklung sinnvoll sein.
Wichtig ist dabei jedoch, schon vorab über die reine Entwicklungsphase hinauszudenken. Wer betreut die App nach dem Go-Live? Wer behebt Fehler? Wer hält die App technisch aktuell? Wer überwacht die Sicherheit? Und wer sorgt dafür, dass die App auch in zwei Jahren noch den Wünschen der Reisenden entspricht?
Wenn Sie auf diese Fragen klare Antworten haben, kann eine Eigenentwicklung der richtige Weg sein.
Wann entscheidet man sich für eine spezialisierte SaaS-Lösung?
Für viele Reiseveranstalter ist eine spezialisierte SaaS-Reise-App der praktikabelste Weg.
Besonders dann, wenn Sie schnell und professionell live gehen möchten, ohne ein riesiges IT-Projekt starten zu müssen. Sie profitieren von bewährter Technik, behalten aber Ihren ganz eigenen Markenauftritt. Sie können Ihre Kunden besser begleiten, Ihre Marke stärken und zusätzlichen Service bieten, ohne dass Ihr Unternehmen durch technische Wartung belastet wird.
Eine SaaS-Lösung eignet sich hervorragend für Reiseveranstalter, die im Servicebereich wachsen möchten, ihre Zeit jedoch vor allem für das nutzen wollen, was sie am besten können: Reisen verkaufen, Kunden beraten und unvergessliche Reiseerlebnisse schaffen.
Denn letztendlich geht es nicht um die App selbst. Es geht um den Reisenden.
Dieser wünscht sich Übersicht, Komfort und Vertrauen. Vor der Abreise. Während der Reise. Und manchmal auch noch danach, wenn die schönsten Erinnerungen noch einmal aufgerufen werden.
Travelia: Ihre eigene Reise-App ohne kompliziertes IT-Projekt
Mit Travelia bieten Sie Ihren Reisenden eine professionelle Reise-App in Ihrem eigenen Corporate Design, ohne dass Sie selbst eine App von Grund auf neu entwickeln lassen müssen.
Die App wird individuell an Ihre Marke und Ihre Bedürfnisse angepasst. Reisende finden ihre Reisedaten, Dokumente, Voucher, Tipps und praktischen Informationen übersichtlich an einem Ort. Zudem können sie während der Reise mit intelligenten Nachrichten, Destinationstipps und einem Virtuellen Assistenten unterstützt werden.
Im Hintergrund nimmt Ihnen Travelia so viel Arbeit wie möglich ab. Reiseinformationen können automatisch über Schnittstellen zu Buchungssystemen oder anderen smarten Lösungen geladen werden. Über das CMS verwalten Sie ganz einfach eigene Inhalte, Tipps und Benachrichtigungen.
So kombinieren Sie den Auftritt einer ganz eigenen App mit der Sicherheit einer spezialisierten Plattform.
Fazit: Wählen Sie den Weg, der zu Ihrem Unternehmen passt
Eine eigene Reise-App kann der Customer Journey einen enormen Mehrwert bieten. Sie stärkt Ihre Marke, erhöht den Komfort für den Reisenden und eröffnet neue Wege, Kunden persönlich zu begleiten.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine App sinnvoll ist, sondern welcher Ansatz am besten zu Ihnen passt.
Eine eigene Entwicklung bietet maximale Freiheit, erfordert jedoch auch Zeit, Budget und technische Verantwortung. Eine spezialisierte SaaS-Lösung bietet Schnelligkeit, Sicherheit und Komfort, während Sie mit Ihrer eigenen Marke im Vordergrund bleiben.
Für viele Reiseveranstalter ist das der cleverste Weg: eine professionelle Reise-App für den Kunden, aber kein großes IT-Projekt im Hintergrund.
Sind Sie neugierig, wie eine eigene Reise






